Urteils-Übersicht · Stand: 13. Oktober 2026

Meta-Urteile in Deutschland: die Business-Tools-Klagen im Überblick

Entscheidungen deutscher Gerichte über Klagen gegen Meta wegen der Datenerfassung über die Meta Business Tools – Zusprüche und Abweisungen, mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, Betrag und Stand. Aufgenommen ist nur, was an einer amtlichen Quelle oder am Volltext geprüft ist.

  • 28 geprüfte Entscheidungen
  • 15 davon von Oberlandesgerichten
  • Abweisungen eingeschlossen
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Entscheidungen

Entscheidungen zu den Meta Business Tools

Neueste zuerst. „Teilweise Zuspruch“ heißt: Das Gericht gab der Klage in einem Teil statt, etwa beim Geld, und wies anderes ab, etwa die Unterlassung. Fehlt eine Angabe zur Rechtskraft, ist sie nicht veröffentlicht.

Oberlandesgerichte

Oberlandesgerichte: 15 Entscheidungen
DatumGerichtAktenzeichenErgebnisBetragUnterlassungRechtskraftQuelle
5. August 2026 OLG Brandenburg (Brandenburgisches OLG, 4. Zivilsenat) 4 U 24/26 teilweise Zuspruch 2.000 € ja nicht bekannt Datenbank
26. Juni 2026 OLG München (36. Zivilsenat) 36 U 1054/25 e teilweise Zuspruch 1.500 € ja nicht bekannt Datenbank
24. Juni 2026 OLG Hamm (8. Zivilsenat) 8 U 56/25 teilweise Zuspruch 1.500 € ja nicht bekannt Datenbank
29. April 2026 OLG Stuttgart (4. Zivilsenat) 4 U 372/24 teilweise Zuspruch 500 € teilweise nicht bekannt Datenbank
29. April 2026 OLG Stuttgart (4. Zivilsenat) 4 U 353/24 teilweise Zuspruch 500 € nein nicht bekannt Datenbank
31. März 2026 OLG Dresden, 4. Zivilsenat 4 U 834/25 Zuspruch 1.500 € nein nicht bekannt Datenbank
12. März 2026 OLG Dresden, 17. Zivilsenat 17 U 625/25 teilweise Zuspruch 1.500 € ja nicht rechtskräftig Volltext
9. März 2026 OLG Hamm (8. Zivilsenat) 8 U 21/25 teilweise Zuspruch 1.500 € nein nicht rechtskräftig Datenbank
9. März 2026 OLG Hamm (8. Zivilsenat) 8 U 13/25 teilweise Zuspruch 1.500 € nein nicht rechtskräftig Datenbank
2. März 2026 Thüringer Oberlandesgericht (Jena), 3. Zivilsenat 3 U 31/25 Zuspruch 3.000 € nein nicht rechtskräftig Pressemitteilung
5. Februar 2026 OLG Naumburg, 9. Zivilsenat 9 U 44/25 teilweise Zuspruch 1.250 € ja nicht bekannt Datenbank
5. Februar 2026 OLG Naumburg, 9. Zivilsenat 9 U 124/24 teilweise Zuspruch 1.200 € ja nicht bekannt Datenbank
3. Februar 2026 OLG Dresden, 4. Zivilsenat 4 U 292/25 teilweise Zuspruch 1.500 € ja rechtskräftig Datenbank
18. Dezember 2025 OLG München (14. Zivilsenat) 14 U 881/25 e teilweise Zuspruch 250 € teilweise nicht bekannt Datenbank
18. Dezember 2025 OLG München (14. Zivilsenat) 14 U 1068/25 e teilweise Zuspruch 750 € teilweise nicht bekannt Datenbank

Landgerichte

Landgerichte: 13 Entscheidungen
DatumGerichtAktenzeichenErgebnisBetragUnterlassungRechtskraftQuelle
12. März 2026 LG Leipzig (5. Zivilkammer, Einzelrichter) 05 O 1196/24 Zuspruch 5.000 € – nicht bekannt Volltext
9. Februar 2026 LG Frankfurt (Oder) (4. Zivilkammer laut amtlicher Datenbank) 14 O 20/25 Zuspruch 6.000 € ja nicht bekannt Datenbank
13. Januar 2026 LG Hamburg (Zivilkammer 22, Einzelrichter) 322 O 367/23 Zuspruch 5.000 € – nicht bekannt Volltext
5. Dezember 2025 LG Ellwangen, 6. Zivilkammer 6 O 80/25 teilweise Zuspruch – nein nicht rechtskräftig Datenbank
15. August 2025 LG Leipzig (5. Zivilkammer) 05 O 1939/24 Zuspruch 5.000 € – nicht bekannt Volltext
14. August 2025 LG Frankfurt am Main (20. Zivilkammer, Einzelrichterin) 2-20 O 577/23 teilweise Zuspruch 5.000 € nein nicht bekannt Volltext
7. August 2025 LG Magdeburg, 10. Zivilkammer 10 O 74/24 Abweisung – nein rechtskräftig Datenbank
4. Juli 2025 LG Leipzig (5. Zivilkammer) 05 O 2351/23 Zuspruch 5.000 € ja nicht bekannt Pressemitteilung
27. Juni 2025 LG Mainz (3. Zivilkammer, Einzelrichterin) 3 O 29/24 teilweise Zuspruch 10.000 € – nicht bekannt Volltext
17. April 2025 LG Neuruppin 1 O 289/23 teilweise Zuspruch 500 € nein – Datenbank
4. April 2025 LG Berlin II (Zivilkammer 39) 39 O 56/24, 39 O 57/24, 39 O 67/24, 39 O 97/24, 39 O 184/24, 39 O 218/24 Zuspruch 2.000 € – nicht rechtskräftig Pressemitteilung
28. März 2025 LG Augsburg (8. Zivilkammer, Einzelrichterin) 082 O 262/24 Zuspruch 5.000 € ja nicht bekannt Volltext
24. Oktober 2024 LG Stuttgart, 12. Zivilkammer 12 O 170/23 Abweisung – nein nicht rechtskräftig Datenbank

Lesehilfe

So lesen Sie die Übersicht

Zwei Rechtsgrundlagen. Die meisten Gerichte sprechen Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO zu. Einige Landgerichte stützen höhere Beträge auf das Persönlichkeitsrecht nach § 823 BGB; mehrere Oberlandesgerichte lehnen diesen zusätzlichen Weg ab.

Erste und zweite Instanz. Ein Landgerichtsurteil kann in der Berufung geändert werden. Wo ein Oberlandesgericht die Revision zugelassen hat oder eine Nichtzulassungsbeschwerde läuft, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Keine Vollständigkeit. Viele Urteile werden nicht veröffentlicht. Die Übersicht wächst, sobald weitere Entscheidungen an einer belastbaren Quelle geprüft sind.

Über 2.000 Urteile sind bereits zugunsten von Facebook- und Instagram-Nutzern ergangen. Einzelne Landgerichte sprachen 5.000 € bis 10.000 € zu: das LG Mainz 10.000 € und das LG Frankfurt (Oder) 6.000 € als Geldentschädigung nach § 823 BGB, das LG Leipzig 5.000 € nach Art. 82 DSGVO; ob diese Urteile Bestand haben, ist offen. Oberlandesgerichte sprachen zwischen 250 € und 3.000 € zu, meist zwischen 500 € und 1.500 €. Andere Gerichte wiesen Klagen ab; der Bundesgerichtshof hat noch nicht entschieden (Stand: 14. Oktober 2026).

Eigener Fall

Aus den Urteilen den eigenen Fall machen

Wer Facebook oder Instagram nutzt und in Deutschland wohnt, kann wegen der Business Tools selbst klagen; mit Rechtsschutzversicherung fragt die Kanzlei die Kostenübernahme an.

Bei Rechtsschutz fragen wir die Kostenübernahme für Sie an. Ob und in welchem Umfang die Versicherung zahlt, entscheidet sie; eine Selbstbeteiligung richtet sich nach Ihrem Vertrag.

Ansprüche können verjähren. Wir prüfen das für Ihren Fall.

Klage mit Rechtsschutz anfragen Anfrageformular der Kanzlei NOVALEX · nur Business-Tools-Fälle, nur mit Rechtsschutzversicherung

Fragen zu den Meta-Urteilen

Wo finde ich ein Urteil zu einem bestimmten Aktenzeichen?

In der Tabelle sind Gericht und Aktenzeichen genannt; der Link in der Spalte „Quelle“ führt zur Pressemitteilung, zur amtlichen Datenbank oder zum Volltext. Viele Urteile veröffentlichen die Gerichte selbst nicht, dann stammt der Volltext von einer der Prozessparteien.

Warum fehlen manche Urteile, über die berichtet wurde?

Aufgenommen ist nur, was sich an einer belastbaren Quelle prüfen ließ: Gericht, Datum, Aktenzeichen und Ergebnis müssen stimmen. Urteile, die nur in Listen oder Werbung genannt werden, fehlen deshalb, bis ein Volltext oder eine amtliche Quelle vorliegt.

Sind die Urteile gegen Meta rechtskräftig?

Meist nicht oder nicht bekannt. Rechtskräftig ist etwa das Urteil des OLG Dresden vom 3. Februar 2026 (4 U 292/25). Gegen mehrere Urteile laufen Verfahren beim Bundesgerichtshof, der noch nicht entschieden hat.